RUHE VOR DEM STURM
Text: N.Zowierucha; Musik: Ill-Luzion Beatz

Es ist die Ruhe vor dem Sturm, ich atme ein, atme aus, hör den Herzschlag wie ein Beat, ich warte auf ein Gefühl das einsetzt, das all die Angst jetzt frei lässt, doch dieser Kloß in meinem Hals unterdrückt meine Schreie. Es will aus mir raus, doch es klemmt zwischen Herz und Kehle, all die Zweifel werden Chaos und zerbersten meine Seele, und ich starre die Wand an, ordne mein Kopfkino, spul an den Anfang und frag mich, wie lang kann die Kämpferin in mir dem ganzen Druck noch standhalten? Ich fühl mich oft gefangen wie in einer eurer Anstalten. Babe, küss mich langsam, mein Kopf ist heut hart gefickt, gib meiner Seele etwas Balsam. Und ja, ich weiß, es ist ne Sucht und Selbstbetrug, denn all die Menschen, die ich brauche, nutze ich als Fluchtversuch. Ich will dich halten und dir sagen, Babe, komm fliegen wir zum Mond, doch da ist's kalt, dann fällt mir ein, shit, Liebe ist nur n Hormon.

Komm zu mir, sei mein Sturm, mir platzt das Hirn, mich killt die Ruhe. Komm zu mir, mach keinen Stress, in meinem Hirn tobt die Pest. Halt mich fest, erde mich, ohne Zuflucht sterbe ich.

Und ich hasse diese Scheiße, ich will geben und will lieben, doch ich denk das steht mir zu, wenn ich mir nehme, was ich kriege. Und meine Reue fickt mich immer aufs Neue, wirklich, weil ich so viel will und so wenig schaffe und mein Hirn ist gerade auf Random. Ich muss was ändern, ich schreie laut um Hilfe, doch ihr sagt nur ich bin selbst dran Schuld und werde kentern. Mein Inneres ist oft zerstritten, so wie meine Eltern. Ich such mich selbst, doch finde nur: ich werde älter. Komm in meinen Arm, mein kleiner Schatz, denn draußen wird es kälter. Ich werd dich vorbereiten, warm anziehen, dich ausrüsten mit Liebe und nichts stoppt dann die Krieger des Lichts. Und shit, ich will dich positiv erziehen, so dass du was Großes siehst, weil diese scheiß Resignation die Menschen so zerfrisst. Es ist ein Fluch, wir sehen Perspektiven, wollen die Welt verbessern, doch die Ellbogen-Gesellschaft bildet nur Einzelkämpfer. Und nein, mein Kind, man muss nicht immer auf sein Recht bestehen, viel wichtiger ist, man muss Menschen ab und zu ein Lächeln geben. Und wenn ich eins gelernt hab, dann was es heißt zu nehmen, deshalb geb ich was ich geben kann, ohne es abzuzählen. Und ich red wenn ich Bock hab auch mit denen, die sonst keiner leiden kann, weil ich weiß wie es ist so scheiß allein zu sein, kurz vorm explodieren und keiner da, der einen versteht – wer soll einen schon kapieren, wenn man sich selber nicht versteht.

Komm zu mir, sei mein Sturm...

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