IRGENDWIE ABSURD
Text: N. Zowierucha; Musik: Ill-Luzion Beatz

Sweet Baby 18, macht sich chic, raucht ihr Weed und schon kann es abgehen. Ihr Typ 26, Kniff in den Arsch, Schluck vom Alk, kauft ihr Weed, bis sie ganz dicht seinen Schwanz lutscht. Sein Vater ein Lehrer, die Flasche wird leerer, am Stammtisch herrscht Vaterlandsehre. Sein Schüler grad 14, badabamm, „Wichser stirb!“, er ist Soldier of Fortune. Sein bester Freund grad weg, Schlankheits-Kur, 13 Jahre, 90 Kilo, das nennt man stark fett. Die Mutter ein Opfer, wurd missbraucht, als sie klein war, nur merkte es keiner. Ihr Vater jetzt 60, er kauft Barbies und blonde Püppchen, die er dann auf sein Bett legt. Sein Nachbar ist Drahtzieher, Geld von Drogen und Hifi-Geräten und ein bisschen Hartz 4. Sein Agent für Arbeit ist froh auf der Arbeit, weil er da jeden Tag einen anschreit, und seine Frau kommt grad, und sie kommt und sie kommt und sie kommt, weil ihr Freund es halt drauf hat. Ihr Freund ist ein Anwalt, er hat keine Zeit für was Ernstes, nein, bleib bei deinem Mann, Schatz. Sein Fall ist grad ganz hart, überfuhr besoffen im Auto das Mädchen auf ihrem Fahrrad. Sein Therapeut, der hat heut keine Zeit, der hat heut seine erste Sitzung mit seinem neuen Therapeuten. Die Frau von dem hat Ideen, die immer untergehen, und ihr Mann hört nicht zu, er sagt er hat genug von Problemen. Ihr Bruder ist schizophren, „es ist gut“ wird zu Blut, wenn er denkt „es ist gut ich muss nix mehr nehmen“. Sein Zivi, sweet 18, muss jetzt verstehen: Normalität ist die Achse zwischen Gott, Mensch und Wahnsinn. Sein Idol ist wirklich ein Star und der einsamste Mensch, der nachts weint, weil heut wieder nichts wirklich war. Einer seiner Fans kifft sich vor einer Serie platt und denkt sich „die Welt ist so schön wenn man Ferien hat“. Sein Ebenbild, auch 16, liegt grad betend am Boden und fleht „dieser Krieg soll zuende gehen“. Sein Feind hat nen anderen Gott, doch er weint und er kreischt und er schreit „mein Vater so hilf mir doch!“. Sein Kind hat noch die Augen auf, doch es blinzelt nie wieder - wo hört euer Glauben auf?

Wir sind was wir sind, die Welt ist absolut
Alles was wir tun ist irgendwie absurd
wir sind auf der Suche, und wir sind das Ziel
und wir sind ein Fluch und halten es für ein Spiel
Wir sind was wir sind, die Welt ist absolut
Alles was wir tun ist irgendwie absurd
wird sich jemals was ändern, oder muss der Mensch sehen
wir stehen kurz vor dem Ende, weil wir uns um uns selbst drehen

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